Nächster Doppelsieg: Berlin Flamingos gewinnen das Hauptstadt-Duell gegen Berlin Sluggers

Aufstiegsambitionen des Reinickendorfer Bundesligateams werden mit achtem Sieg im achten Spiel untermauert – wichtige Siege beim Aufstiegs-Konkurrenten.

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Für das Bundesligateam der Berlin Flamingos ging es am vergangenen Wochenende zum Auswärtsspiel nach Neukölln. Die dort ansässigen Berlin Sluggers sind – wie auch die Flamingos – mit dem Ziel „Meisterschaft“ in die Saison gestartet. Entsprechend haben sie in ihren Kader investiert. Neben Orlando del Muro (Catcher, vom Erstligisten Mannheim Tornados) wurden auch Marcos Balanque und Junior Ventura eingekauft. Genutzt hat dies jedoch nichts, denn die Flamingos gingen mit zwei Siegen (8:6 und 18:0) vom Platz und stehen damit unangefochten und ungeschlagen an der Spitze der 2. Bundesliga Nordost.

Markus B. Jaeger, Sprecher der Flamingos: „Spiele gegen die Berlin Sluggers sind immer etwas ganz Besonders. Hier kochen die Emotionen auch schon mal höher und ein Knistern liegt in der Luft. Insgesamt pflegen wir aber einen durchaus freundlichen Umgang miteinander. Dafür spricht auch, dass wir mit den Sluggers im Bereich Junioren eine Spielgemeinschaft bilden. Insgesamt wollen wir alle den Baseball in der Hauptstadt nach vorne bringen.“

Pitcher Kade Kryzsko (Bildmitte) hat eine überzeugende Leistung beim Doppelsieg der Berlin Flamingos im Hauptstadtduell bei den Berlin Sluggers (8:6 und 18:0) gezeigt: Als Pitchers 8 Strikeouts, 2 Hits und 1 Base on Balls und in der Offensive viele Hits. 1st Baseman und Team-Kapitän Tim Wägner (rechts) und Outfielder Kevin Pandura (links) freuen sich über den Sweep im Hauptstadtderby. (Bildnachweis: Markus B. Jaeger)

Spannendes Spiel 1 mit einem starken Sluggers-Pitcher Parsa Bergengrün

Das Spiel 1 des Doubleheaders war nichts für schwache Nerven und die schlaggewaltige Flamingos-Offensive legte gleich richtig los. 3:0 stand es nach dem 1. Inning. Starting-Pitcher für die Neuköllner Hausherren war der erfahrene Parsa Bergengrün (7,6 Innings, 10 Strikeouts, 9 Hits, 4 Base on Balls, 5 Runs), der jedoch allein gelassen von seiner Defense und deren Fehler keinen guten Einstand in das Spiel fand. Starting Pitcher für die Flamingos war Kolja Rocek, der in 4,6 Innings, 2 Strikeouts verbuchen konnte, aber bei 4 Base on Balls und 3 Hits, im 4. und 5. Inning 4 Runs gegen sich zugelassen hat. Ihm folgte Yannick Wägner (2 Strikeouts, 4 Hits, 2 Run), der schließlich den Win im Pitcher-Duell einstreichen konnte. Nach dem ersten Inning hatte der prächtig aufgelegte Bergengrün die Schlagleute der Flamingos nahezu fest im Griff, wurde jedoch durch weitere Fehler seines Teams das ein oder andere Mal aus dem Gleichgewicht gebracht. Mit 5:4 für die Flamingos ging es in das letzte Inning des Spiels. Gerrit Reger hatte zuvor von Bergengrün (103 Pitches) übernommen. Das 9. Inning hatte es dann in sich, denn die Flamingos brachten 3 Runs auf die Anzeigetafel. Kade Kryzsko mit einem Triple, je ein Single für Maikel Azcuy Perez, Byron Mills und Gabriel Tovar sowie ein Walk für Philip Thomas. Zwischenstand 8:4 für die Flamingos, die Messe schien gelesen. Doch die Sluggers hatten andere Pläne und bei einem Aus und Bases loaded schlug Catcher Orlando del Muro ein Triple. Das brachte aber nur 2 Runs, denn der dritte Runner wurde von der prächtig aufgelegten Flamingos-Defense an Home ausgeworfen. Ein ganz wichtiger Moment. Ein Aus später war es vollbracht. Der 7. Sieg im siebten Spiel. Flamingos gewinnen 8:6 gegen die Sluggers.

„Das war am Ende ein knappes Höschen und nichts für zarte Zuschauerherzen. Ich muss Parsa Bergengrün ein sehr großes Kompliment machen. Er hat die Sluggers lange im Spiel gehalten und ein Überraschungssieg gegen unsere Jungs war durchaus greifbar. Spieler wie Orlando del Muro sind jederzeit in der Lage, den Ball über den Zaun zu hauen und schon ist ein Spiel mit einem Schlag gedreht. Bergengrün und del Muro sind auch meine persönlichen Wunschspieler für das Flamingos-Bundesligateam 2020, wenn wir den Aufstieg in die 1. Bundesliga schaffen“, so Markus B. Jaeger.

Ein Spiel 2 mit einem klaren Sieger und überflüssigem Regelreiten

Das Spiel 2 des Tages ist einfach zusammengefasst: Die Flamingos gewinnen vorzeitig (Mercy Rule) und gänzlich ungefährdet 18:0 nach dem 5. Inning. Der Flamingo Starting-Pitcher Kade Kryzsko wirft ein Complete Game Shutout (8 Strikeouts, 2 Hits und 1 Base on Balls, keine Runs) und lässt mit der Unterstützung einer extrem sicheren Defense im Rücken den Sluggers nicht den Hauch einer Chance. Ganz anders die Sluggers, die insgesamt vier Pitcher auf den Mound schickten, um die ins Rollen gekommene Flamingos-Offensive irgendwie zu stoppen. Nicht zu stoppen waren die Flamingos bei der Rallye im 2. Inning auch nicht durch die Ejektion von Philipp Thomas. Thomas musste das Spielfeld verlassen, weil der Trainer der Sluggers, Selim Kummer, moniert hatte, dass die Schlagkeule in der Saison 2019 nicht zugelassen sei. Unbeirrt setzten die Flamingos das Spiel ohne Thomas fort und steuerten bis zum Abbruch des Spiels aufgrund der Gnadenregel insgesamt 18 Runs bei.

Markus B. Jaeger: „Mit seiner Intervention hat sich Selim Kummer keinen Gefallen getan. Selbst in seinem Team sorgte die Aktion für Kopfschütteln und Unverständnis. Ja, unser Spieler Philipp Thomas hat eine Keule verwendet, die nach der aktuellen Liste des DBV nicht im Spiel verwendet werden darf.“ Was ist aber der Hintergrund: Der DBV knöpft den weltweiten Schlägerherstellern jedes Jahr eine Summe X ab, damit deren Holzschläger für den DBV-Spielbetrieb ‚lizensiert‘ werden. Ein Hersteller hat sich vor der Saison geweigert, an diesem Schlägerkartell teilzunehmen und so war eine baugleiche Keule, die in den vergangenen Jahren benutzt werden durfte, von jetzt auf gleich ‚illegal‘. „Da haben wir wieder etwas dazu gelernt. Ich persönlich sehe dieses Vorgehen des DBV jedoch kritisch, denn Baseball ist in Deutschland ein Amateursport. In der Regel müssen sich die Spieler die Ausrüstung selbst kaufen, zahlen Mitgliedsbeiträge im Verein und zahlen die Auswärtsfahrten selbst. Zudem können die teuren Holzkeulen brechen und die Spieler halten nur noch teuren Schrott in den Händen. Hier werden Lizenzspielchen auf dem Gelbeutel der Spieler ausgetragen, denn diese müssen sich im schlimmsten Fall ohne Not mit einer oder mehreren neuen Markenkeulen eindecken. Zudem darf unser Spieler Philipp Thomas noch eine 50 Euro Strafe für seine Ejektion an den DBV entrichten und ist ein Spiel gesperrt. Da schuldet Selim Kummer ihm jetzt einige isotonische Drinks“, so Jaeger abschließend mit einem Augenzwinkern.

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