Die Geschichte hinter dem Sieg gegen die Kiel Seahawks hat auch etwas mit den Paderborn Untouchables zu tun

Am vergangenen Wochenende hat das Team 1 der Berlin Flamingos gegen den ungeschlagenen Tabellenführer der Regionalliga Nordost, die Kiel Seahawks, gewonnen. In bislang dreizehn Spielen der Saison 2015    hat es keine Mannschaft geschafft, die Seahawks als Verlierer vom Feld zu schicken. Wie kam es also, dass ausgerechnet die Flamingos als Tabellenletzter dieses Wunder geschafft haben?

Die Geschichte beginnt mit einem Anruf auf dem Handy von Cheftrainer Enorbel Márquez Ramirez. Am Telefon war der gebürtige Berliner und Flamingos Jugend-Spieler Daniel Hinz, der seit 2004 Spieler bei den Paderborn Untouchables ist und dort bereits mehrere Titel und Auszeichnungen gewonnen hat. Zudem ist Daniel Hinz wie Enorbel Márquez Ramirez Spieler der deutschen Baseball Nationalmannschaft. Hinz fragte also seinen Pitcher-Kollegen aus der Bundesliga und Nationalmannschaft, ob es in Ordnung wäre, wenn er zu einer Trainingseinheit mit dem Team 1 der Berlin Flamingos dazu stoße, weil er seine alte Heimat besuche. Die Antwort von Enorbel war mit „Ja, klar!“ kurz und knapp. Die Mission konnte in Abwesenheit des Berliner Headcoaches beginnen, denn dieser befand sich am Donnerstag vor dem Spiel gegen die Kiel Seahawks mit dem amtierenden Deutschen Meister Solingen Alligators in Frankreich, um dort die deutschen Baseballfahnen im Rahmen des Europacups hoch zu halten.

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Es ist also Donnerstagabend vor dem Kiel-Spiel und nur wenige Spieler des Teams 1 sind in den Überraschungscoup eingeweiht. Entsprechend groß waren die Augen und die Verwunderung, als ein lang gewachsener junger Mann im Outfit der Paderborn Untouchables mit einer großen Baseballtasche im Flamingo Park stand. Die Aufklärung für die überraschten Mitspieler gab Teamleader, Tim Wägner, ohne sich das verschmitzte Lächeln verkneifen zu können. Die Überraschung war gelungen! Die ansonsten nie um einen coolen Spruch verlegenen Flamingos-Rookies waren sprachlos und saßen mit offenem Mund im Dugout. Hätte man es nicht mit eigenen Augen gesehen, würde man es nicht glauben. Die Umstände waren also geklärt und das gemeinsame Training konnte beginnen. Bis in die Dämmerung hinein wurde trainiert, miteinander gesprochen und geblödelt. Ein sehr spannender, lehrreicher und cooler Abend ging für die Flamingos schließlich zu Ende.

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Das wars? Nein, denn am nächsten, eigentlich trainingsfreien Tag ging es weiter. Getroffen wurde sich schon am späten Nachmittag, denn der Abend sollte beim gemeinsamen Grillen und einem Bierchen ausklingen. Der gemütliche Teil des Abends wurde für viele Gespräche und Ratschläge genutzt. Daniel Hinz hat dabei dem Team auch von seinen Erfahrungen und Erlebnissen in der Baseballwelt berichtet. Zwei spannende und unvergessene Tage mit Daniel Hinz gingen schließlich für die Flamingos-Rookies zu Ende. Für das Spiel gegen die Kiel Seahawks gab es dann ganz besondere Motivations-Tipps – die werden hier aber nicht verraten.

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Die Gunst der Stunde nutzte auch Markus B. Jaeger, der Flamingos-Mann für die Öffentlichkeitsarbeit, um ein kleines Interview mit Daniel Hinz zu führen.

Markus B. Jaeger: „Daniel, es ist großartig, dass Du Deinen Kurztrip nach Berlin auch genutzt hast, um an alter Wirkungsstätte mit dem jungen Team 1 der Flamingos zwei Trainingseinheiten im Flamingo Park zu ‚rocken‘. Wie bist Du damals eigentlich zu den Flamingos gekommen?“

Daniel Hinz: „Ich habe früher als Kind Basketballkarten gesammelt. Als ich mir eines Tages Nachschub kaufen wollte, fragte mich die Verkäuferin, ob ich nicht auch Baseballkarten sammeln würde. Ich hatte keine Ahnung, wovon sie redete und habe der geschäftstüchtigen Dame aber schließlich einige Karten abgekauft. Auf dem Weg nach Hause war ich hin und weg von den Motiven auf den Karten: jeder abgebildete Spieler sah so ‚cool‘ aus. Zu Hause angekommen, habe ich sofort beim DBV angerufen und gefragt, wo der nächste Verein ist. Das waren die Flamingos – nur 15 Minuten von mir entfernt. Das war im Jahr 2000 und ich war fortan fast jeden Tag auf dem Platz.“

Markus B. Jaeger: „Das ist eine lange Zeit. Fünfzehn Jahre, was hat sich seit Deinem Weggang von den Flamingos geändert?“

Daniel Hinz: „Damals spielten die Flamingos noch auf dem ‚Schotterdome‘, einem knochentrockenem Hartplatz – nicht zu vergleichen mit dem heutigen Flamingo Park mit einem top gepflegten Rasen. Es ist wirklich beeindruckend zu sehen, wie sich der Verein seitdem entwickelt hat und wie die Entwicklung weiterhin mit viel Herzblut vorangetrieben wird. Der Platz ist eine Augenweide und bietet beste Voraussetzungen für jeden, der das Baseball spielen liebt.

Das einzige was der Verein nun noch verdient hat, ist der sportliche Erfolg. Ich habe die Jungs im Team Eins, die Du ja liebevoll als ‚Flamingos-Rookies‘ bezeichnest, jetzt zwei Tage kennengelernt – sie sind wirklich großartig. Sie sind jung und hungrig. Mit Enorbel haben sie einen exzellenten Trainer, der mit der Routine von Alexander Matuschewski unterstützt wird. Das sind optimale Voraussetzungen für den sportlichen Erfolg. Ich bin mir sicher, dass es nur eine Frage der Zeit sein wird, bis die Flamingos wieder an alte Erfolge anknüpfen werden und ich werde es aus der Ferne verfolgen!“

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