Neunstündige Hitzeschlacht bei 38 Grad zwischen Berlin Flamingos und TiB Rangers endet mit einem Split

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Mit sieben Siegen in Folge galt es für die Berlin Flamingos am 5. Juli 2015 vor historischer Flughafenkulisse auf dem Tempelhofer Feld auch gegen die TiB Rangers zu bestehen. Das Doubleheader Hinspiel im Flamingo Park endete mit je einem Sieg für die Flamingos und die Rangers (Split). Das jüngste Aufeinandertreffen der beiden Berliner Regionalligisten wird Spielern, Trainern, Umpire und Zuschauern noch lange als „Hitzeschlacht von Tempelhof“ Gesprächsstoff bieten. Beide Teams standen sich bei Temperaturen um die 38 Grad Celsius inklusive der Aufwärmphase mehr als neun Stunden auf dem unbeschatteten Baseballfeld gegenüber. Die Flamingos reisten ersatzgeschwächt zu den Rangers. Chefcoach Enorbel Márquez Ramirez musste auf seine beiden Leistungsträger Niklas Wägner (3. Base; Abifahrt nach Bulgarien) und Pitcher-Juwel Florian Oppermann (Abiball am Vorabend) verzichten. Beides sollte sich im Laufe des Duells noch auswirken. Nachdem die Rangers das erste Spiel wegen eines akuten Pitcher-Problems bei den Flamingos mit 19:11 für sich entscheiden konnten, waren die Verhältnisse im zweiten Spiel genau umgekehrt. Dort sahen sich die Rangers erheblichen Pitcher-Problemen ausgesetzt. Die Flamingos gewannen das zweite Spiel ungefährdet 16:7.

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Die „Hitzeschlacht von Tempelhof“ vor historischem Hintergrund endete mit einem Split. Die ersatzgeschwächten Flamingos haben Moral bewiesen und freuen sich über den Sieg im 2. Spiel des Doubleheaders.

 

Spiel 1

Wegen der Abwesenheit von Niklas Wägner musste Chefcoach Márquez Ramirez das eingespielte Stammteam umbauen. Auf der 3. Base kam Steve Hosnedl zum Einsatz und machte seine Sache unter dem Strich ordentlich. Starting Pitcher für die Flamingos im Tempelhofer Backofen war wie gewohnt Kolja Rocek, der spürbar mit der Hitze zu kämpfen hatte. Auch das restliche Team ließ sich von den hohen Temperaturen beeindrucken und zeigte in Offensive und Defensive eine nicht ausreichende Leistung, um die Rangers um Pitcher Julius Mannel am Ende zu besiegen. Mannel war bei der Hitzeschlacht von Tempelhof ein Phänomen. Er pitchte das komplette erste Spiel durch und kam dabei auf sagenhafte 211 Würfe, von denen aber nur 104 Strikes waren. Gleich im ersten Inning gingen die Rangers nach einem Double von Joey Elgersma und einen Homerun von Julius Mannel mit 3:0 in Führung. Dies konnten die Flamingos im zweiten Inning, unter anderem auch wegen Mannels vier Walks und einem Double von Tim Wägner mit 3:1 kontern. Nach dem 4. Inning stand es 9:7 für die Rangers und die Partie war noch offen. Zum 5. Inning brachte Márquez Ramirez den 15-jährigen Nico Kannapinn als Relief Pitcher und erhoffte sich so neuen Schwung gegen die schlagfreudigen Rangers. Es kam zum Duell des 22-jährigen Mannel gegen den Jugendspieler Kannapinn. Der Plan ging nicht auf und die Flamingos verloren das Inning mit 2:0. Zum 6. Inning drehte die Flamingos-Offensive auf. Nach einem Homerun von Philip Thomas, der auch Kevin Pandura sicher „nach Hause“ brachte, konnten noch Kaja Kucera und Joscha Rügen punkten. Die Flamingos kamen wieder ran und lagen vor der Offensive der Rangers mit 11:9 vorne. Philip Thomas wechselte von der Position des Catchers auf die 3. Base und ersetzte Steve Hosnedl. In die Schutzausrüstung des Catchers schlüpfte der erfahrene Catcher-Alt-Meister und Flamingos-Chef, Reiner Wöttke. Der knappe Vorsprung sollte gerettet werden. Kannapinn (18 Strikes bei 35 Pitches) sah sich schnell einem Runner auf der 3. und 1. Base gegenüber. Márquez Ramirez reagierte und brachte mit Philip Thomas (10 Strikes bei 19 Pitches) den dritten und schließlich mit Kevin Pandura den vierten Pitcher auf den Mound. Alle Gegenwehr war nutzlos und die Rangers nutzten die Pitcher-Schwäche der Flamingos für acht Runs im 6. Inning. Damit war der knappe Vorsprung der Flamingos verspielt und die Rangers gewannen Teil 1 der Hitzeschlacht nach einem unspektakulären 7. Inning mit 19:11. Ein Ass hatten die Flamingos aber noch im Ärmel, was sich im 2. Spiel auszahlen sollte.

Spiel 2

In der Spielpause galt es für die Flamingos, erneut Kraft zu tanken und den Kopf nach der zu hoch ausgefallenen Niederlage im Spiel 1 frei zu bekommen. Insgesamt wirkte das Team 1 der Flamingos frischer als die Rangers. Das mag seinen Grund im jugendlichen Kader der Flamingos haben. Das Team 1 ist mit einem Durchschnittsalter von 23,8 Jahren mit weitem Abstand von fast fünf Jahren jüngstes Team der Regionalliga Nordost (Durchschnittsalter 29,4 Jahren). Die Rangers sind mit durchschnittlichen 29,8 Jahren deutlich älter. Auf dem Mound für die Flamingos stand der 17-jährige Yannick Wägner, der das ganze Spiel pitchte und bei 115 Pitches 65 Strikes erzielte. Ihm gegenüber standen insgesamt vier Pitcher der Rangers, die zusammen auf 188 Pitches und nur 84 Strikes kamen. Das Ass im Ärmel der Flamingos hat mit Yannick Wägner gestochen und es war eine kluge Entscheidung von Chefcoach Márquez Ramirez, den jungen Pitcher trotz aller Not im ersten Spiel nicht auf den Mound zu stellen. Das zweite Spiel begann mit einem Homerun von Tim Wägner und dem zweiten Homerun für Philip Thomas durchaus furios und bescherte den Flamingos eine 3:2-Führung im 1. Inning. Die Entscheidung des Spiels zu Gunsten der Flamingos fiel im 4. und 5. Inning, als die Pitcher der Rangers Walks am laufenden Band einstecken mussten und sich die Bases für die Flamingos in Richtung Homeplate entluden. Die Defensive der Rangers fand kaum noch statt und die Verteidigung der Flamingos war zur Stelle, wenn sie benötigt wurde. Die Hitzeschlacht von Tempelhof und das am Ende ungleiche Kräftemessen fand schließlich um 20:15 Uhr mit einem ungefährdeten 16:7 Sieg der Flamingos ein Ende.

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Das „Ass im Ärmel“ von Chefcoach Márquez Ramirez war der 17-jährige Nachwuchspitcher Yannick Wägner, der die Offensive der Rangers im 2. Spiel sehr gut im Griff hatte.

Fazit: Die hohen Temperaturen waren eine Qual für alle. Ersatzgeschwächte Flamingos können nur schwer Höchstleistungen abrufen, was zeigt, dass der Kader noch breiter aufgestellt werden muss, wenn der mittelfristig angepeilte Erfolg eintreten soll. Unter dem Strich können die Flamingos besser mit dem Split leben als die Rangers, die jetzt im Abstiegskampf stecken.

Ausblick: Die Flamingos können sich nach den Strapazen am Wochenende nun bis zum 1. August 2015 erholen, trainieren und weiter die Form verbessern. Es stehen noch insgesamt zwei wichtige Doubleheader gegen die Hamburg Stealers (1. August 2015 in Hamburg) und die Leipzig Wallbreakers (16. August 2015 im heimischen Flamingo Park) an. Es geht um den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Jede Fanunterstützung ist willkommen.

#8 Markus B. „es wird gejaegert“ Jaeger

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