Fünf Siege in der „Sechser-Serie“ gegen die Leipzig Wallbreakers bringen die Berlin Flamingos auf Platz 2 der 2. Bundesliga Nordost

Die Berlin Flamingos stehen nach einer ersten Saisonhälfte, die aufgrund eigenen Verschuldens hinter den gesteckten Erwartungen geblieben ist, unter Zugzwang. Vor der „Sechser-Serie“ gegen die Leipzig Wallbreakers wurde daher die Losung ausgegeben, dass keines der verbleibenden Spiele in der Saison verloren werden darf, wenn die Saisonziele Meisterschaft und Aufstieg in die 1. Bundesliga noch aus eigener Kraft erreicht werden sollen. Nach fünf Siegen in der Serie gegen Leipzig konnten sich die Flamingos zumindest vorrübergehend den 2. Tabellenplatz sichern, weil Spiele der Mitkonkurrenten um die Tabellenführung wetterbedingt nicht stattfinden konnten.

Teil 1 von 3

Die realistischen Erwartungen gegen den als eher schwach einzuschätzenden Gegner Leipzig standen schon im ersten Spiel unter keinem guten Stern. Mit drei (!!) krankheitsbedingten Ausfällen der sicheren Starting-Pitcher Enorbel Márquez Ramirez (schwere Bronchitis), Kolja Rocek (grippaler Infekt) und Anderson Morillo (Schulterverletzung) trat das Team 1 die Reise nach Leipzig am 25. Juni 2017 stark ersatzgeschwächt an. Am Ende reichte es nur zu einem Split, bei dem beide Teams je ein Spiel des Doubleheaders gewinnen konnte. Aus Sicht der Flamingos endeten die Partien 10:12 und 12:1.

Das Spiel 1 begann sehr verheißungsvoll für die Flamingos und nach der ersten Hälfte des 2. Innings stand es 4:0 für die Hauptstädter. Die Führung wäre noch deutlicher ausgefallen, wenn nicht Tim und Niklas Wägner durch gewagtes Baserunning zwei unnötige Outs verursacht hätten. Wer weiß, wie Nico Punke, der Starting-Pitcher der Wallbreakers, einen höheren Rückstand verarbeitet hätte? Starting-Pitcher für die Berlin Flamingos war Dominique Werner (66 Würfe, davon 27 Strikes, 6 Base on Balls und 6 Runs gegen ihn), der leider Probleme hatte, die Strikezone zu treffen. Nachdem die hohe Ball-Quote im 1. Inning noch ohne Folgen geblieben ist, wendete sich das Blatt gegen die Flamingos. Aus der 4:0-Führung wurde binnen weniger Minuten ein 4:6 Rückstand. Was war passiert? Nach 5 Walks, 4 Hits und 5 Runs im 2. Inning wurde Dominique Werner beim Spielstand von 4:5 aus Sicht der Flamingos durch den eigentlichen Catcher und Outfielder Marcos Balanque (Flamingos-Spieler des Monats Mai) abgelöst. Die Wallbreakers-Rally wurde mit einem sehenswerten Doubleplay von Shortstop Junior Ventura und Nico Kannapinn an der 1. Base gestoppt. Nachdem Balanque zunächst etwas unsicher startete und einen Run abgeben musste, gewann er schnell die Kontrolle über seine Würfe und lies zusammen mit der sicheren Defense bis nach dem 6. Inning keine weiteren Runs der Leipziger zu. Die Flamingos zogen mit 2 Runs nach und so stand es nach dem 6. Inning 6:6 unentschieden. Im – aus Sicht der Flamingos – verflixten 7. Inning verließ den bis dahin sicheren Balanque die Konzentration und die Defense leistete sich Fehler um Fehler. Nach 3 Walks, 2 Error und einem Hit by Pitch gingen die Gastgeber mit 9:6 in Führung. Für Balanque kam nach 5.33 Innings (94 Pitches, 45 Strikes, 3 Strike Outs, 4 Base on Balls und 3 Runs) Yannick Wägner auf den Mound. Dieser musste nach 2 Base on Balls und 3 Hits schließlich drei weitere Runs hinnehmen, so dass die Leipzig Wallbreakers die Führung zum letzten Inning auf 12:6 ausbauen konnten. Zum 9. Inning kam der immer noch auf dem Mound stehenden Starting-Pitcher der Leipziger, Nico Punke, gehörig unter Druck, spielte aber das komplette Spiel durch (142 Würfe, davon 88 Strikes und 2 Strike Outs, bei 2 Base on Balls). Nach furiosem Start mit Runs durch Tim und Niklas Wägner legte Junior Ventura mit einem Zwei Run Homerun nach. Noch kein Aus – alles offen für die Flamingos! Aber nach drei schnellen Schwüngen der Flamingos-Offense und den folgenden Aus-Spielen war das Spiel aus. Unerwartet haben die Flamingos einen Sieg gegen Leipzig verschenkt. Vielleicht wäre es eine Lösung gewesen, den Leipziger Pitcher Punke weiter in den Pitch-Count zu zwingen und so einen Pitcherwechsel zu provozieren. Leipzig gewinnt 12:10 gegen die Flamingos. Das Spiel in Zahlen: Flamingos 10 Runs, 16 Hits, 4 Error und 7 Runner left on Base; Wallbreakers 12 Runs, 8 Hits, 2 Error und 7 Runner left on Base.

Im 2. Spiel des Tages (Spiel 2) startete Yannick Wägner für die Berlin Flamingos. In seinen vier Innings zeigte er eine sichere Leistung und musste bei seinen 64 Würfen nur drei Hits und einen Run hinnehmen. Bei einem Strike Out ließ er vier Leipziger Spieler mit einem Walk auf die 1. Base ziehen. Sein Leipziger Gegenpart war Tim Padden, der das wegen Flamingos-Dominanz vorzeitig beendete Spiel sechs Innings auf dem Mound stand. Bei 106 Würfen erzielte Padden 59 Strikes und 4 Strike Outs. Dagegen musste er bei 7 Base on Balls und 8 Hits 12 Runs der Flamingos hinnehmen. Zum 5. Inning kam Dominique Werner, der die Partei ohne einen Run mit 4 Strike Outs für die Flamingos sicherte. Offensiv machten die Flamingos das Beste aus dem schwachen Leipziger Pitching. Dominierende Flamingos-Batter waren Niklas Wägner (3 Runs, 2 Double, 3 RBI), Tim Wägner (4 Runs, 1 Double) und Ron Rodriguez (1 Single, 2 RBI), die mit ihren Schlägen gut ins Spiel kamen, der Rest musste über das Base-Running erledigt werden. Die Flamingos gewinnen nach der 10-Run-Rule nach dem 6. Inning mit 12:1. Das Spiel in Zahlen: Flamingos 12 Runs, 8 Hits, kein Error, 4 Runner left on Base; Wallbreakers 1 Run, 3 Hits, 2 Error, 7 Runner left on Base.

…wird fortgesetzt…

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