Berlin Flamingos gewinnen auch beim Tabellenzweiten Leipzig Wallbreakers

Pressemitteilung als PDF

Nach dem Sieg über die Kiel Seahawks, dem in 13 Spielen ungeschlagenen Tabellenführer der Regionalliga Nordost, musste das Team 1 der Berlin Flamingos die ansteigende Form auch auswärts beim Tabellenzweiten, den Leipzig Wallbreakers, unter Beweis stellen. Viele mitgereiste Flamingos-Fans sorgten für ausgezeichnete Heimspielatmosphäre in Leipzig und konnten sich mit Spielern und Trainern am Ende des Tages über zwei wichtige Siege (3:2 und 18:8) gegen die Leipziger freuen. Die Flamingos schwingen sich damit nach dem missglücktem Saisonstart auf ins Mittelfeld der Regionalliga.

Überschattet wurde das erste Spiel von einem Zusammenstoß zweier Spieler, bei dem sich der Catcher der Wallbreakers so schwer verletzte, dass er ins Krankenhaus gebracht werden musste. Diagnose mehrfacher Jochbeinbruch. Die Flamingos wünschen „Gute Besserung!“.

Mit den Leipzig Wallbreakers hatten die Flamingos den Aufsteiger aus der Verbandsliga vor der Brust. Eine Herausforderung für das Trainerteam Enorbel Márquez Ramirez und Alexander Matuschewski war, das hungrige und jüngste Team der Liga nach dem Sieg gegen Tabellenführer Kiel wieder an „die Kette“ zu legen. Cool, clever und fehlerfrei mussten die Flamingos in Leipzig sein. Nur so konnten sie gegen die schlagkräftige Offensive der Wallbreakers bestehen.

Spiel 1

Die Flamingos waren nach den mahnenden Worten der Trainer von Beginn an konzentriert und strahlten vor allem in der Defensive eine enorme Präsenz aus. Für den Starting Pitcher der Leipziger, Daniel Kolb, begann die Partie denkbar schlecht: Mit zwei Walks für Tim Wägner und Kevin Pandura waren bereits zwei Bases besetzt, bevor der dritte Flamingos-Batter Niklas Wägner nach drei Balls ein Flyout einstecken musste. Aber die Defensive der Leipziger rettete den eigenen Pitcher nach einem Groundball von Philip Thomas mit einem Double-Play – drei Out, 0:0 gerettet. Jetzt waren die Flamingos in der Defensive. Starting Pitcher war die stetige Konstante auf dem Mound, Kolja Rocek. Der Leipziger Martin Portuondo konnte nach einem Single Hit durch aggressives Baserunning schnell auf die dritte Base gelangen. Nach einem Out von Nico Punke an der ersten Base schickte Rocek den Leipziger John Heiker mit einem Strike Out zurück ins Dugout. In der Battersbox stand nun kein geringerer als Hector Tejada, der in der laufenden Saison bereits fünf Homeruns für die Leipziger geschlagen hat – die Flamingos Defense war gewarnt. Tejada brachte Portuondo mit einem Double Hit nach Hause. 1:0 für Leipzig. Doch Routinier Rocek behielt Nerven und Übersicht: Strike Out Brett Hankersson und damit drittes Out. Bis zum Ende des 4. Innings ließen die Defensiven beider Teams nichts mehr anbrennen. Leipzig führte knapp mit 1:0.

Im 5. Inning war es der 15-jährige Nico Kannapinn, der den ersten Run für die Berliner erzielen konnte. Nach einem Single Hit, einem Wild Pitch von Kolb und angriffslustigem Baserunning stand Kannapinn auf der dritten Base und konnte durch einen Sacrifice Fly von Steffen Schulz die Homeplate erreichen – Ausgleich 1:1.

150614_Team1_Berlin_Flamingos_Leipzig_Wallbreakers_IMG_7271

Bis zum 7. Inning wurden keine Runs mehr zugelassen, wobei sich jedoch schon die Schwäche der Leipziger abzeichnete: das Pitching. Es gab viele Walks für die Flamingos, denen in entscheidenden Spielmomenten allerdings schlicht das Glück fehlte, bei geladenen Bases einen Run zu erzielen. Die Leipziger wechselten hingegen munter den Pitcher durch und hatten alle Mühe, dass 1:1 zu halten. Die Flamingos machten gewaltig Druck aber es ging in die Verlängerung.

Das 8. Inning: Ausgerechnet Flamingos Pitcher Kolja Rocek, der schon einen großen Anteil an der stabilen Defensive der Hauptstädter hatte, brachte sein Team erstmals in Führung. Nach einem Walk auf die erste Base, zwei Fehlern der Leipziger und einem Single Hit von Geburtstagskind Yannick Wägner sorgte Rocek für das 2:1. Yannick Wägner versüßte sich den 17. Geburtstag schließlich selbst: Nach seinem Single Hit stand er schnell auf der dritten Base, denn der inzwischen eingewechselte Leipziger Pitcher Frank Kalmring verlor nach einem erneuten Walk und einem Hit by Pitch komplett den Faden. Alle Bases waren mit Flamingos geladen und das Geburtstagskind nutze einen erneuten Wild Pitch zur 3:1 Führung. Mehr ging nicht mehr für die Flamingos und die Leipzig Wallbreakers bekamen ihrerseits die Gelegenheit, Punkte zu machen. Nun zeigten sich auch bei Kolja Rocek, der bis dahin durchgepitched hatte, erste Ermüdungserscheinungen. Nach einem Hit by Pitch und einem Walk reagierte Cheftrainer Enorbel Márquez Ramirez, der ansonsten noch keinen Anlass hatte, in das Spiel einzugreifen, sofort und brachte Jungpitcher Florian Oppermann: Oppermann, der in der Vorwoche schon die Seahawks-Offensive erfolgreich abgeschossen hatte, übernahm bei einem Out, Martin Portuondo auf der zweiten und Nico Punke auf der ersten Base. Nachdem Martin Portuondo den zweiten Run für die Leipziger erzielen konnte, war es Tim Wägner auf der ersten Base, der bei geladenen Bases Brett Hankersson als drittes Out vom Platz schickte. Die Flamingos gewinnen die erste Partie gegen die Wallbreakers mit 3:2.

 

Spiel 2

Gestärkt und ausgeruht ging es in die zweite Partie des Tages. Es sollte sich zeigen, wie wichtig ein großer Spielerkader mit mehreren guten Pitchern und lautstarke Fanunterstützung sein können. Starting Pitcher für die Leipzig Wallbreakers war Richard Zille, der den ersten Batter der Flamingos, Tim Wägner, gleich mit einem Hit by Pitch auf die erste Base brachte. Tim Wägner war es auch, der nach zwei Outs und einem Single Hit von Philip Thomas die 1:0-Führung der Hauptstädter besorgte. Mehr ging nicht mehr für die Flamingos. Furios starteten jedoch die Wallbreakers gegen das Geburtstagskind Yannick Wägner, der von Márquez Ramirez auf den Mound geschickt worden war. Den Leipzigern war anzumerken, dass sie nach dem verlorenen ersten Spiel wütend waren. Ohne große Probleme erzielten sie drei Runs in kürzester Zeit, bevor Niklas Wägner mit einem gezielten Wurf von der dritten Base zu seinem Bruder Tim Wägner an der ersten Base das wichtige dritte Out sichern konnte. Die Partie hing für die Flamingos nun an einem seidenen Faden und das nächste Inning sollte entscheiden, in welche Richtung der Wind blasen sollte.

Die deutlichen Worte des Cheftrainers Márquez Ramirez waren der erhoffte Weckruf und Rückenwind für die Flamingos-Rookies. Auch die vielen mitgereisten Fans stärkten den Spielern in dieser entschiedenen Phase den Rücken. Die Flamingos konnten das 2. Inning deutlich mit 7:2 gewinnen und begannen mit der notwendigen Portion Glück: Der erste Batter Yannick Wägner erreichte wegen eines vom Catcher fallen gelassenen dritten Strike tatsächlich die erste Base. Weiter ging es für ihn nach einem schlechten Wurf des Pitchers auf die zweite Base. Jetzt machte sich die Schwäche der Leipziger Pitcher bemerkbar: Walks für Dennis Seele und Steffen Schulz. Wegen eines Fehlers im Bewegungsablauf erhielt Richard Zille einen Balk-Call obendrauf. Tim Wägner rückte auf die erste Base vor und die geladenen Bases entleerten sich mit einem Run durch Yannick Wägner. Durch einen Single Hit von Kevin Pandura brachte Dennis Seele den nächsten Run für die Flamingos rein. Steffen Schulz und Tim Wägner profitierten jeweils von einem schlechten Wurf des Pitchers – wieder zwei Runs. Ein Walk von Niklas Wägner unterstrich schließlich die schlechte Pitcherleistung. Einen Single Hit von Philip Thomas nutzte Kevin Pandura zum Sprung von der dritten Base zur Homeplate. Zwei Fehler der Defensive führten dazu, dass auch Niklas Wägner punkten konnte und Thomas auf die zweite Base vorrückte. Viel zu spät wurde der Leipziger Pitcher ausgewechselt. Nico Punke kam zurück auf den Mound und ersetzte den mehr als glücklosen Richard Zille. Philip Thomas erzielte nach einem Sacrifice Fly von Rocek den siebten und letzten Run des Innings für die Flamingos. Die Leipziger waren im Angriff und der Flamingos-Pitcher Yannick Wägner stand von Beginn an wieder unter Druck. Enorbel Márquez Ramirez reagierte umgehend und brachte Florian Oppermann. Dieser stoppte die Gegenoffensive der wilden Wallbreakers und ließ nach einem herrlichen Double Play der Flamingos Defensive nur zwei Runs zu.

Das 3. Inning war mit einem 1:0 für die Flamingos durch Steffen Schulz kurz und schmerzlos. Es war die Ruhe vor dem Sturm. Ein Sturm, den die Flamingos im 4. Inning mit einem großartigen 9:0 entfesseln sollten. Der Flamingos-Sturm begann mit einem Homerun von Niklas Wägner. Ein Walk und drei Hit by Pitch in Folge erhöhten den Druck auf den Leipziger Pitcher und seine Defensive. Erneut wechselten die Wallbreakers den Pitcher – Frank Kalmring versuchte sein Glück. Aber auch er verursachte sofort ein Walk und einen Hit by Pitch – der vierte des Innings. Zwei Walks schlossen sich an und die Uhr auf den Bases drehte sich munter für die Flamingos, erneuter Pitcherwechsel: Martin Portuondo kam auf den Mound. Wieder ein Hit by Pitch. Irgendwann war das dritte Out geschafft und der Angriff der Flamingos gestoppt. Die Wallbreakers hatten jetzt jeden Kampfgeist verloren und konnten die eigenen Offensivbemühungen nach Strike Outs durch Florian Oppermann gar nicht entfalten.

Márquez Ramirez wechselte fast das komplette Team durch und gab den Spielern eine Chance, die bislang weniger zum Einsatz gekommen waren. Diese Phase nutzten die Wallbreakers unter anderem mit einem wuchtigen Triple Hit von Hector Tejada, der zwei Runs einbrachte, um ihrerseits Runs zu erzielen. Das beeindruckte die Defensive der Flamingos aber nicht. Die beiden Schlusspunkte des Spiels setzten Florian Oppermann mit einem Strike Out und Miguel Angeles mit einem spektakulären Fly Out, bei dem allen Zuschauern das Herz stehen blieb. Mit dem Ende des 5. Innings kam bei der 18:8 Führung für die Flamingos die Ten-Run-Rule zum Tragen und das Spiel wurde vorzeitig zu Gunsten der Flamingos beendet. Damit war auch der zweite Sieg des Tages unter Dach und Fach.

 

150614_Team1_Berlin_Flamingos_Leipzig_WallbreakersIMG_7281

 

Fazit: Ein junges und hungriges Team der Berlin Flamingos hat nach dem knappen Sieg im ersten Spiel kühlen Kopf bewahrt und die wilde Offensive der Leipzig Wallbreakers mit einer präsenten eigenen Offensive gekontert. Am Ende ging das zweite Spiel – auch in der Höhe verdient – ebenfalls an die Flamingos. In Leipzig hat alles gepasst, das Team war hoch konzentriert und machte kaum Fehler. Das Trainerteam Enorbel Márquez Ramirez und Alexander Matuschewski hat in den entscheidenden Momenten die richtige Ansprache an die Rookies gewählt und die notwendigen Wechsel vorgenommen. Im Zusammenspiel mit den mitgereisten Flamingos-Fans war das eine für die Wallbreakers nicht zu durchbrechende Mauer. Das Team 1 der Berlin Flamingos muss jetzt weiter konsequent trainieren und an sich arbeiten. Es darf nach drei Siegen in Folge nicht die Bodenhaftung verlieren. Wichtig ist immer nur das nächste Spiel. Am Ende der Saison kann auf die Tabelle geschaut werden. Dann sehen die Flamingos, was unter dem Strich raus gekommen ist.

 

Ausblick: Am kommenden Sonntag, den 21. Juni 2015, um 13.00 und 15.30 Uhr erwarten die Flamingos zu Hause im Flamingo Park die Holm Westend 69. Hier sind noch zwei Rechnungen aus den missglückten Hinspielen offen.

 

#8 Markus B. „es wird gejaegert“ Jaeger

 

Premium Partner

Partner

Sponsor





Intersport Voswinkel

Oakley

Werbepartner



Radcompany

Dekra

philaces

mix1

Fleischerei Bünger

mix1
MV bewegt