Baseball-Nachwuchstalente der Berlin Flamingos gehen für ein Jahr in die USA

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Flamingos werden Nachwuchsausbildung weiter ausbauen und neue Maßstäbe setzen

Die Berlin Flamingos haben sich feierlich von den beiden Nachwuchstalenten Steve Peter (16 Jahre; Pitcher) und Tim Boysen (15 Jahre; Catcher) verabschiedet. Die beiden Schüler und ehemaligen Auswahlspieler des Baseballverbandes Berlin/Brandenburg verlassen Berlin in den kommenden Tagen für ein High-School Jahr in Richtung USA.

Der Vorsitzende der Berlin Flamingos, Reiner Wöttke, sieht den Abschied mit einem lachenden und einem weinenden Auge: „Ich freue mich sehr für Steve und Tim, dass sie die Chance nutzen, ein Jahr in den USA Erfahrungen fürs Leben zu sammeln. Sie werden dort nicht nur Sprache, Kultur, Land und Leute kennen lernen. Sie werden vor allem in ihren High-Schools Baseball spielen und so von der sehr professionellen amerikanischen Baseball-Ausbildung profitieren. Wir freuen uns jetzt schon auf die Rückkehr der beiden. Ich bin mir sicher, dass wir in einem Jahr zwei noch bessere Spieler im Flamingo Park bestaunen können.“

Neben den USA-Reisenden Steve Peter und Tim Boysen hatte Ende Juni bereits das Flamingos-Ausnahmetalent und Jugendnationalspieler, Robert Blesing (15 Jahre), Berlin verlassen. Mit ihm hatten zwei weitere Nachwuchstalente die Hauptstadt verlassen und sind den Lockrufen der Baseball-Internate im Westen Deutschlands gefolgt. Neben dem Flamingos-Spieler Blesing stehen auch Leonardo Henschel (Sluggers) und Joshua Spezia (Wizards) ihren Vereinen nicht mehr zur Verfügung. Berlin hat mit ihnen drei großartige Nachwuchsspieler verloren.

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Die Berlin Flamingos verabschieden ihre beiden „USA-Reisenden“ und Nachwuchstalente Steve Peter (Mitte) und Tim Boysen (rechts) für ein High-School Jahr in die USA. Der Flamingos-Vorsitzende Reiner Wöttke (links) freut sich schon darauf, bald zwei noch bessere Spieler im Flamingo Park begrüßen zu können.

Henschel und Spezia sind nach Regensburg gegangen. Robert Blesing, der am vergangenen Wochenende mit der Jugendnationalmannschaft den 3. Platz bei der Europameisterschaft belegt hat, wird seine sportliche Karriere in Paderborn fortführen. Dort ist auch schon der ehemalige Flamingos-Nachwuchsspieler Daniel Hinz zu einer festen Größe geworden und hat den Weg in die Herren-Nationalmannschaft gefunden. „Bei aller Freude für Robert, Leonardo und Joshua haben wir wieder traurigen Tag für den Baseball in Berlin und Brandenburg erleben müssen“, stellt Markus B. Jaeger fest, der bei dem Baseballzweitligisten Berlin Flamingos für das Sponsoring und die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich ist. Jaeger warnt: „Ohne unsere Nachwuchstalente können wir alle Ambitionen für eine nachhaltige Entwicklung des Baseballs in der Hauptstadtregion zu Grabe tragen. Aber nicht nur Berlin ist betroffen – es betrifft den ganzen Osten Deutschlands, wo viele Vereine mit größtem ehrenamtlichen Einsatz großartige Nachwuchsarbeit leisten.“

 

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Die Berlin Flamingos hatten den Jugendnationalspieler Robert Blesing (links) bis zuletzt unterstützt. So auch mit der vereinsinternen Fördergemeinschaft „Club 100“. Das Mitglied im Club 100, Markus B. Jaeger (rechts), hatte Robert Blesing noch im April 2016 eine finanzielle Beteiligung an den Reisekosten zu den internationalen Turnieren mit der Nationalmannschaft sowie zwei neue Flamingos-Trikots übergeben, damit er auch in der Ferne die Farben der Flamingos tragen kann. Robert wurde am vergangenen Wochenende mit der Jugendnationalmannschaft Dritter bei der Europameisterschaft.

 

Die Entwicklung im Deutschen Baseball läuft seit Jahren in den gleichen Bahnen: Durch die Baseballinternate in Regensburg, Paderborn und Mainz werden kleinen Vereinen die besten Nachwuchsspieler entzogen. Davon betroffen sind aber nicht nur Vereine, die in der 2. Bundesliga und abwärts spielen, es betrifft selbst Vereine, die in der Bundesliga spielen. Markus B. Jaeger: „Natürlich haben die Internatsstandorte Regensburg, Paderborn und Mainz eine große Anziehungskraft auf die jungen Spieler. Mit den sportlich durchaus sinnvollen Abgängen verlassen aber auch die Früchte zehnjähriger ehrenamtlicher Nachwuchsarbeit Berlin. Ich habe alle Achtung vor der Arbeit, die im Westen – in Regensburg, Mainz und Paderborn – geleistet wird. Es geht auch nicht darum, eine Neiddebatte zu führen. Ich sehe die Situation als Ansporn, hier in Berlin eine vergleichbare Nachwuchsausbildung mit Strahlkraft für den ganzen Nordosten Deutschlands zu schaffen. Die Berlin Flamingos werden damit schon zur kommenden Saison beginnen. Wir wollen unsere Nachwuchsarbeit weiter ausbauen und so neue Maßstäbe setzen. Mit Roberts Weggang ist genau das eingetreten, was ich nach seiner Berufung in die Nationalmannschaft bereits im April 2016 befürchtet habe – Begehrlichkeiten im Westen wurden geweckt. Bei aller Trauer über den Weggang von Robert Blesing, freue ich mich aber schon sehr darauf, in einem Jahr wieder zwei weiter gereifte Flamingos-Nachwuchsspieler Steve Peter und Tim Boysen im Flamingo Park begrüßen zu können. Beide sind großartige Jungs und werden uns dann sicherlich noch viele Jahre eine Freude sein.“

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